Neue Killer-Features bei Facebook Ads

Facebook hat vor einigen Tagen einige neue Features bei Facebook Ads hinzugefügt, mit denen Nutzer noch genauer getargeted werden können. Ich habe mich in letzter Zeit wieder vermehrt mit Facebook Ads beschäftigt und dadurch einen Überblick über die neuen Features bekommen. Durch SearchEngineWatch und Prometeo war mir klar, dass ich ganz was neues entdeckt habe. Eins vorweg: Mehr Targeting geht (fast) nicht.

Perfekt für lokale Unternehmen: “Kürzlich umgezogen”

In meiner Auswahl habe ich festgelegt, dass meine Ads allen Personen angezeigt werden sollen, die nach bzw. in München und Umland umgezogen sind und älter als 18 Jahre sind. Dabei erhalte ich eine relativ kleine Auswahl von 7.140 Personen, die Conversions und Response Rates dürften den Aufwand aber entlohnen.

Beispielsweise kann ein Massagestudio für alle Neu-Münchner einen Begrüßungsrabatt anbieten und über Facebook promoten. Das Ganze könnte dann so aussehen:

“Von der Familie entfernt”

Besonders in der Weihnachtszeit fahren viele zu ihren Familien mit Flugzeug, Bahn, Mitfahrgelegenheiten usw. Diese Funktion dürfte die Deutsche Bahn etwa besonders freuen.

Über Weihnachten zur Familie? Wir bringen dich sicher ans Ziel.

Der Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Natürlich ist diese Funktion nicht nur für die Reise-Branche interessant. Skype beispielsweise könnte auch Werbung schalten und dafür Werben mit Skype immer im Kontakt mit seiner Familie zu bleiben. Bei der Funktion “Von der Familie entfernt” kann man über 1,2 Millionen Facebook-Usern aus Deutschland über 18 erreichen.

“werdende Eltern”

Ein absolutes Killer Feature dürfte die “werdende Eltern” Kategorie sein. Hier merkt man wieder einmal wie gut Facebook die erhaltenen Informationen bereits nutzt, um zielpassende Werbung zuzulassen.

In Deutschland haben 10.500 Personen über 18 Jahren angegeben ein Baby zu erwarten. Sehr cool, was man da nun alles verkaufen kann. “Den passenden Kinderwagen bereits gefunden?”, “Super günstige Mode für Neugeborene”, “So werden sie zu den perfekten Eltern”… sind wahrscheinlich nur die naheliegensten Möglichkeiten.

Es gibt noch zahlreiche weitere neue Targeting-Möglichkeiten. Am besten ihr schaut einfach selbst ins Werbecenter von Facebook und probiert sie einfach mal aus. Ich bin auf euer Feedback gespannt.

Fazit

Facebook hat mit Einführen der neuen Timeline sehr viele neue Daten von seinen Nutzern bekommen, von denen die Advertiser nun profitieren. Google muss nun schon richtig an Tempo zulegen, sollte Google+ auch eine vergleichbare Informations-Datenbank für Google AdWords werden. Ich bin einfach nur begeistert und zugleich auch etwas geschockt wie viele Targeting-Möglichkeiten man nun mit Facebook Ads hat.

Bing + Facebook

Dadurch dass Facebook bereits seit längerer Zeit mit Microsoft kooperiert, könnte ich mir vorstellen, dass die enorm getargete Werbung bald auch bei Bing über das Microsoft AdCenter gebucht werden kann. In der Bing – US Version kann man bereits Social Search aktivieren und die Microsoft Suchmaschine mit seinem Facebook-Konto verknüpfen. Bei Bing muss das vom Nutzer aktiviert werden und wird einem nicht aufgezwungen wie etwa bei Google. Ein weiterer Beweis, dass sich Microsoft sehr um die Privacy seiner Nutzer kümmert.

Hier seht ihr ein Beispiel wie Social Search bei Bing US momentan aussieht. Ich würde mich über euer Feedback und weitere Ideen freuen.


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Über den Autor: Mein Name ist Martin Tauber und ich komme aus dem wunderschönen Südtirol. Ich beschäftige mich bereits seit einigen Jahren mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung, wo ich auch eigene SEO-Tools programmiere. Interessiert an weiteren Informationen oder einer SEO Beratung? E-Mail / Facebook / Google+ / XING / twitter

11 Antworten auf Neue Killer-Features bei Facebook Ads

  1. Ozan sagt:

    Wie krass ist das!!! Man sollte wohl besser aufpassen, was man von sich Preis gibt und was nicht. Das ist ja extremer als Google mit Street View.

  2. Schöner, interessanter Artikel. Nur bei getargeted könnte man vlt. doch mal überlegen das zu übersetzen.

  3. Martin Tauber sagt:

    @Haselnusstafel: Hehe mein Denglish fällt mir gar nicht mehr auf :-). Hauptsache der Inhalt war verständlich und kann in der Praxis angewendet werden. Vielen Dank fürs Lob.

    Wer es nicht verstanden hat: mit “getargetet” meine ich, dass man sich seine Zielgruppe ganz genau aussuchen kann und man somit die Möglichkeit hat seine Werbung nur Personen der Zielgruppe zu präsentieren.

  4. 2Punkt sagt:

    Es ist schon sehr faszinierend welche Möglichkeiten von Facebook zur Schaltung von Werbung zur Verfügung gestellt werden. Ich betreibe seit ca 2 Jahren für unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Branchen FB-Werbung. Die meisten sind Kleinbetriebe. Die haben recht kleine und überschaubare Budgets zur Verfügung, ensprechend ist eine streuverlustarme Schaltung von Werbung für Sie essentiell. Wenn sich ihre Zielgruppe auch stark auf Facebook aufhält wird vermehrt in FB-Werbung investiert – in vielen Fällen zu Lasten der Printwerbung!

  5. Urlaubsmensch sagt:

    Find ich klasse, danke für den Artikel. Als ich das letzte Mal bei den Facebook-Werbeanzeigen geschaut habe gab es das noch nicht und das hilft mir wirklich sehr weiter.

    Aber gibt es da in Deutschland nicht sicher irgendwelche Datenschutgesetze die dagegen sind oder so? :-O

  6. Stefan sagt:

    Schon etwas beängstigend, solche Meldungen, vor allem wenn man bedenkt, wie schnell man Daten von sich preis gibt, ohne es zu merken. Andererseits aber aus Sicht der Unternehmen – besonders der kleineren – absolut verständlich, dass sie diese neue Werbemöglichkeit gerne nutzen wollen. Es lässt sich sicher eine Menge Geld für sie einsparen, wenn die Werbung auch wirklich die richtige Zielgruppe erreicht.

  7. Tom sagt:

    Für Werbetreibende ist das natürlich genial. Doch als User fühl ich mich da etwas unwohl wenn ich weiss das Facebook im Prinzip alles mit hört.

  8. Maxi sagt:

    Facebook ist zum Thema Datenschutz so eine Sache. Als User ist es wichtig für die Öffentlichkeit keine genauen Details preiszugeben und seine Daten so weit wie möglich einzuschränken. Der ausländische Geheimdienst findet alles raus, deshalb sind vor allem Risikogruppen wie Militär, Polizei etc. besonderst gefährdet. Man sollte mit seinen Daten nicht zu leichtsinnig umgehen.

  9. Fred sagt:

    Sind 7.140 Personen nicht viel zu wenig. Die Klickraten bei Facebook sind ja, im Vergleich zu AdWords, sehr niedrig. Ich lese immer dass man die Anzeigen so einstellen soll dass man damit mindestens 100.000 Personen erreichen kann.

  10. Claudia sagt:

    Hallo Martin, für Unternehmen ist es mit Sicherheit ein sehr gutes Tool um an die Kunden Werbung zielgerecht zu richten, aber für normale User der Community wie mich ist es echt nervig das Facebook in letzter Zeit fast wöchentlich etwas ändert. Da kommt man gar nicht mehr hinterher mit den Änderungen, zumal man ja immer darauf aufpassen muss was man von sich preisgibt.

  11. Tino sagt:

    @ Claudia
    Das stimmt! In der letzten Zeit ändert Facebook fast wöchentlich was z.T sind Dinge meines Accounts sichtbar, die ich eigentlich für “nicht Freunde” gesperrt habe.
    Das ist echt nicht schön!

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